Bist du ein Priester oder ein Prophet?

Hallo Gemeinde! Im Jahr 600 vor Christus stritten im alten Israel Priester und Propheten miteinander. Für die Priester war Gott nur ein allmächtiger Ja-Sager, der immer genau das tut, was die Menschen gerade von ihm wollen. Die Propheten haben Gott ernster genommen. Sie wussten: Gott hat einen eigenen Willen und findet nicht automatisch alles gut, was die Gläubigen tun.
Bis heute teilen sich die Menschen, die an Gott glauben, in diese zwei Gruppen ein. Bis heute sind die einen eher wie die Priester damals und die anderen eher wie die alten Propheten. Was bist du – Priester oder Prophet?

Predigt über Hesekiel 2,1−3,3 vom 16. Februar 2020 in der St.-Laurentius-Kirche in Wonsees.

Wer zuerst kommt, hat mehr Zeit

Hallo Gemeinde! Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Das ist gerecht. Jedenfalls kommt es uns gerecht vor: Wer früher kam, kommt früher dran. Wer länger dabei ist, hat mehr Rechte als der, der neu dazugekommen ist.
Es gibt aber viele Situationen, da gilt das nicht. In der Notaufnahme im Krankenhaus werden Patienten mit schlimmeren Verletzungen vorgezogen. Vielleicht warten andere Patienten dadurch länger, aber Leben zu retten, ist eben wichtiger.
Auch bei Gott gilt eine andere Logik. Früher oder später, länger oder kürzer, mehr oder weniger spielt bei Gott keine Rolle. Aber gerade dadurch schafft Gott eine Gemeinschaft, in der Freude, Miteinander und Zusammenhalt im Vordergrund stehen und Neid und Missgunst keine Rolle spielen.

Predigt über Matthäus 20,1−16 vom 8. Februar 2020 in der St.-Laurentius-Kirche in Wonsees.